Nach der Saison ist vor der Saison: Was das für mich bedeutet

Nach den Regionals am Freitag vor einer Woche war unsere Saison zwar offiziell vorüber, aber inoffiziell noch nicht so ganz.

Der Coach hatte festgelegt (warum auch immer), dass wir alle am Dienstag noch ein "Abschlussworkout" auf der Bahn absolvieren sollten.

Das Workout war simpel:

1 Meile "all-out", 8 Minuten Pause, und, um noch einen draufzusetzen, 400m "all-out".

 

Ja, es war zwar nur ein Workout, aber ich war trotzdem nervös :D Das bin ich immer, wenn es um Zeiten geht. Bei den 5km/6km Wettkämpfen konnte ich meine fehlende Schnelligkeit noch etwas mit meiner Ausdauer kompensieren, doch bei nur einer Meile ist das leider nicht möglich. Ja, die vier Stadionrunden waren hart, aber ich habe sie überlebt. Bei den abschließenden 400m war ich mir da aber nicht mehr so sicher.

Den restlichen Tag bin ich wirklich nur von Vorlesung zu Vorlesung geschlichen und der Mittagsschlaf durfte auch nicht fehlen :D.

Seit Dienstag heißt es aber nun wirklich, etwas herunterzufahren. Auch wenn ich mich nicht fühle, alsob ich nach nur zwei Wettkämpfen eine Pause verdient hätte. Mein Coach würde jetzt gleich einhaken: "Diese Einstellung muss aufhören!"

Ja, wo er recht hat...

Ich habe mich also wirklich gezwugen, zwei Tage keinerlei sportliche Aktivitäten auszuüben.

 

Am Donnerstag hatte ich mein obligatorisches "Exi-Meeting" mit dem Coach bei dem wir die Saison ausgewertet haben, den anstehenden Trainingszyklus besprochen, und allgemeine Probleme/Themen angesprochen haben.

Er wird mir einen etwas abgeänderten Trainingsplan schreiben, damit ich hoffentlich in der Zukunft verletzungsfrei bleibe und meine Ziele angehen kann! :)

Insgesamt war das Gespräch sehr motivierend. Ich fühle mich hier einfach so wertgeschätzt wie ich es selten aus sportlicher Sicht erlebt habe. Denn ich außerdem eine E-Mail unserer (zu deutsch) "Schulleiterin" bekommen, in der sie mir zu meinen Top 2 6km Zeiten in der Schulgeschichte gratuliert hat.

Das ist schon etwas besonderes und kommt sehr selten vor!

Da es in Sachen Uni nun etwas ruhiger ist, nutzte ich den Sonntag letzter Woche, um mit Sarah aus Österreich (sie spielt Basketball) nach New Smyrna zu fahren. Es war ein recht kühler Tag, sodass nur die Füße Kontakt mit dem Meer hatten :D Und wir mit dem Auto über den Strand gecruist sind (ja, ja, Amerika :D).

 

Außerdem fand ein Kunsthandwerkermarkt in der Flagler Avenue statt.

Gestern früh habe ich mit dem Team beim ersten "Hatters Matter Run" geholfen. Der Lauf, der anlässlich des vor einem Jahr beim Training verstorbenen Footballspielers Nick Blakely stattfand, wurde von zwei Studenten organisiert und es war schön, ein Teil dessen zu sein.

 

 

 

 

Die kommende Woche, kann man hier eigentlich gar nicht Woche nennen.

Uni findet nur Montag und Dienstag (ich sage mal so, einige meiner Kommilitonen nehmen sich die ganze Woche frei) statt, da ab Mittwoch für viele die heißersehnte "Thanksgivingbreak" ansteht. Was für die meisten bedeutet, ein paar Tage nach Hause zu fahren und Zeit mit der Familie verbringen zu können, bedeutet für mich akribische Planung, Krisenmanagement, damit sich die Leere des Campus nicht auf meinen Gemütszustand überträgt. (Ja, ich bediene mich hier dem stilistischen Mittel der Übertreibung, keine Sorge ;)).

Ich werde also sicher noch nächste Woche, während Thanksgiving break noch mit einem weiteren Blogartikel aufwarten.

 

Und meine verminderte sportliche Aktivität in den vergangen Tagen hat mich geistig kreativ werden lassen...

Eines der Resultate werde ich hier morgen veröffentlichen! Seid gespannt.

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