Die Bahnsaison ist eröffnet: Embry Riddle & U Tampa

Nach zwei Wochen voller Klausuren und Training und zwei Wochenenden mit zwei (naja, eher drei) Rennen,

habe ich jetzt endlich etwas Zeit durchzuatmen, die Sonne zu genießen und diesen Blogeintrag zu schreiben!

Nach einer soliden Trainingswoche eröffneten wir am 23. Februar die Bahnsaison, wie auch im letzten Jahr, mit einem Start über die 3000m beim "First Chance, Last Chance Meet" der Embry Riddle University in Daytona.

Die Startzeit war auf 15Uhr angesetzt, sodass wir erst mittags losgefahren sind. Den Vormittag wollte ich eigentlich zum Lernen nutzen, aber die Nervosität hat mich nicht wirklich klar denken lassen. So war ich (wie eigentlich immer) die erste im Van und froh, als es endlich losging.

Nachdem wir angekommen sind und das Zelt aufgebaut hatten, blieb auch gar nicht mehr viel Zeit bis wir unser Aufwärmprogramm starteten. Wobei mir auch schon ohne ziemlich warm war; die Sonne meinte es an jenem Samstag Ende Feburar besonders gut und bescherte uns Temperaturen um 30 Grad.

Die Hitze machte uns allen etwas zu schaffen, trotzdem freute ich mich mal wieder auf einen Wettkampf. Mein Ziel war es, meine Bestzeit vom letzten Jahr (10:08min) zu unterbieten.

Das ist mir leider nicht gelungen...

Vom Rennen selber gibt es auch nicht wirklich viel zu berichten. Ich bin losgelaufen, habe mich mehr oder weniger alleine über die 7.5 Runden gequält und bin nach 10:20min enttäuscht ins Ziel gelaufen. Zugegeben, das hat keinen Spaß gemacht. Aber das war das erste Rennen. Es kann also nur besser werden.

Beim Auslaufen kamen mir die Jungs vom Team entgegen und meinten: Meggie, das sah so locker aus!

 

Naja, immerhin :D

Aber ein positives hat es. Ein Freund von mir war netterweise vorbei gekommen und hat tolle Bilder gemacht!

Die folgende Woche war ziemlich stressig. Anscheinend meinen alle Professoren, dass man sich die anstehende Spring Break verdienen müsste :D So standen drei Klausuren (zwei davon in Chemie) an.

Aber ich denke, dass ich alles ganz gut hinbekommen habe...Lernen zahlt sich ja meistens aus.

Das ganze wurde dann noch mit dem University of Tampa Twilight Trackmeet am Freitagabend in Tampa gekrönt.

Ich hetzte also von meiner Klausur in inorganischer Chemie direkt zum Athletic Center, um wieder mal in den Van zu steigen.

Dieses Mal stand uns allerdings eine längere Fahrt bevor, die sich sogar als noch länger als geplant entpuppte. Normalerweise braucht man von Deland nach Tampa knapp 2:30h. Freitagnachmittag wollen allerdings viele Amerikaner von Orlando nach Tampa...so dauerte die Fahrt ganze 4h. Der Coach meinte zwischenzeitlich schon zu mir, dass es sein könnte, dass wir meinen Start verpassen.

Aber wir haben es rechtzeitig zu meinem Start um 7:20Uhr geschafft und ich hatte auch genug Zeit, um mich in Ruhe warm zu machen.

Ich war die einzige meines Teams, die der Coach für die 1500m und 800m angemeldet hatte. Definitiv nicht meine Hauptstrecken.

Alle anderen starteten über die 5km.  Wenn Coach sagt, ich soll an dem Abend keine 5km laufen, dann werden eben keine 5km gelaufen. So einfach ist das.

 

Die 1500m liefen recht zügig los, doch nach 200m konnte ich die Führung übernehmen und relativ souverän bis ins Ziel halten. 5:43min. Wieder keine neue Bestzeit. Ich war frustriert. Zwei Rennen, zwei Mal musste ich mehr oder weniger alleine laufen, zwei Mal war ich nicht so schnell wie ich sein wollte. Fazit: Es hat einfach keinen Spaß gemacht.

 

Ich machte meinem Ärger und meiner Frustration (direkt nach einem Rennen ist man da ja immer etwas emotionaler) in einem Gespräch mit dem Coach Luft, der mich wieder beruhigen konnte.

So stand ich 2h später wieder an der Startlinie. Für 800m.

Ich kann mich noch glasklar erinnern, dass ich nach den 800m im letzten Jahr zum Coach gesagt habe: Einmal und nie wieder!

Tja, kannste mal sehen...

Ich hatte wirklich Respekt. Das wird verdammt weh tun.

Mein Start war miserabel. Wir starteten in Wasserfallformation mit 15 Mädels und ich fand mich an letzter Position wieder. Auf den ersten 200m arbeitete ich mich auf den 3. Platz vor und lief eine 70er Runde. Ich war selbst überrascht, dass ich auf 800m so weit vorne war. Auf der letzten Runde konnte ich mein Tempo halten, musste allerdings trotzdem eine Konkurrentin ziehen lassen.

Ich finishte in 2:20.8min und war verdammt zufrieden. Nicht wegen meiner neuen Bestzeit oder wegen einer unerwartet guten Platzierung, sondern weil ich endlich das Gefühl hatte, alles gegeben zu haben. Das hatte mir nach den beiden letzten Rennen gefehlt. Es hat Spaß gemacht. Haha, das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal sage, dass mir 800m Spaß machen.

Dass Coach auch zufrieden war, hat das ganze natürlich noch besser gemacht.

 

Mel hat in ihrem Rennen über 5km die 18min geknackt und auch die  Jungs sind verdammt schnell gelaufen.

Da der letzte Start allerdings  um 22Uhr war, kamen wir erst um 2 Uhr morgens wieder auf dem Campus an.

 

Aber ich freue mich nun auch sehr auf mein 5km Debüt für diese Saison in zwei Wochen.

Aber es war nun endlich SPRING BREAK.

 

Dieses Mal freute bzw. freue ich mich immer noch auf die freien Tage (naja, Training haben wir trotzdem), da meine Mama tatsächlich spontan einen Flug gebucht hatte und seit Samstag hier ist!

 

Bislang haben wir Downtown Deland und den Campus unsicher gemacht und sind zusammen zum Yoga gegangen. Auch die nächsten Tage wollen wir einfach entspannt Zeit zusammen verbringen. Morgen geht´s zur Massage!

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0