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Der Routine davon laufen: Ausflug nach Wiesbaden und Polar Routenführung

Kennt ihr das auch?

Manchmal fragt man sich, wieso man  jeden Tag die Laufschuhe schnürt...

Oft ist man in einer Routine gefangen, die einem selber keinen Spaß mehr macht.

Immer die gleiche Runde, immer alleine...

 

Ich denke, das Gefühl kennt jeder. Auch wenn ich hier meistens positiv schreibe, hatte ich gerade zum Ende der Bahnsaison einfach keine Lust mehr und mich gefragt, wieso ich das ganze überhaupt noch mache.

Auch das Sommertraining, bei dem es fast ausschließlich um das Kilometermachen geht, kann sehr eintönig werde.

Deshalb habe ich versucht, etwas zu ändern. Um wieder (mehr) Spaß, am Laufen zu haben.

Inspiriert hat mich vor allem das Buch "RUN: The Mind-Body Method of Running by Feel" von Matt Fitzgerald.

Das Buch kann ich wirklich jedem Läufer ans Herzen legen, der sich ein wenig für Sportspychologie und Trainingsmethodik interessiert.

 

Und wenn ihr die folgenden Bilder seht, kann ich euch versichern, mein Grinsen ist nicht aufgesetzt, sondern echt :).

Ich habe neue Routen ausprobiert, bin fast ausschließlich im Wald gelaufen und habe mich anderen zum geminsamen Laufen verabredet.

Ich, wie sicher viele andere auch, war in der letzten Zeit zur Sklavin meiner Uhr geworden und habe viel zu oft auf das Tempo geschaut.

Diese Problematik habe ich mit dem Einbau vieler Höhenmeter ( am Berg schaue ich lieber nicht aufs Tempo :D) gelöst.

 

So ging es am Mittwoch mit Jan zusammen den Hermann rauf.

 

Vom letzten Donnerstag bis Montag war ich bei meiner Schwester in Wiesbaden.

 

Ich war zwar schon oft bei ihr zu Besuch, aber bin dort immer die gleichen Runden gelaufen.

Das wollte ich dieses Mal ändern.

Das war dank meiner größten technischen Entdeckung, der Routenführung von Polar, keine große Schwierigkeit. Ja, ich habe meine V800 seit knapp 2 Jahren, aber zu viel mehr als Kilometer messen und Zeit stoppen habe ich sie ehrlich gesagt nie genutzt.

Also habe ich mir ein paar Minuten Zeit genommen, eine Anleitung durchgelesen und nach Routen in Wiesbaden im gpx-Format gegoogelt (und da gibt es echt viele). Diese muss man einfach nur herunterladen, auf dem Computer speichern und dann bei polar flow zu den Favoriten importieren.

Am Schluss müsst ihr nur eure Polaruhr synchronisieren und zack habt ihr die Routen auf der Uhr und könnt die Welt laufend (und ohne Angst zu haben, irgendwo im Wald verloren zu gehen) entdecken.

Gerade in fremden Gegenden laufe ich meistens nur kleine Runden oder auf großen Straßen, da mein Orientierungssinn nicht der beste ist...

Vielleicht ist dieses Feature von polar für einige nichts neues, ich war jedenfalls hellauf begeistert und SO aufgeregt, die Routenführung endlich auszuprobieren.

Freitagfrüh ging es also zum Neroberg. Ich hatte mir eine knapp 10km lange Runde herausgesucht.

Am Start bin ich statt der Straße den Trail gelaufen und leicht verwirrt, aber nach 3km befand ich mich dann auf dem richtigen Weg.

Laufen im Nerotal: Sehr zu empfehlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag ging es nur eine Runde durch den Kurpark (ja, den Weg habe ich selber gefunden :D) und danach zum Yoga bei yogalovers.

 

Und am Sonntag? Natürlich LONGRUNDAY.

 

Ich hatte mir eine schöne (und wie sich zeigen sollte, verdammt anstrengende Runde rausgesucht ) Runde vom Chausseehaus beginnend rauf zur "hohen Wurzel" ausgeguckt.

 

 

Der Tag ging sogar noch besser zu Ende, als er angefangen hatte, nämlich mit einem Konzert von Rea Garvey. Wer ihn (noch) nicht live gesehen hat, hat was verpasst. Das war mittlerweile mein siebstes Konzert von ihm :D

 

Jaja, bei dem Bild fragt man sich, wer von uns beiden eigentlich in Stetson studiert.

Getreu dem Motto "Wer feiern kann, kann auch trainieren",  habe ich mir den Aufstieg vom Neroberg zur Wiesbadener Jagdschlossplatte (auf 500mH) herausgesucht. Dort befanden sich letztes Jahr Start und Ziel des Wiesbadener Trailmarathons.

6,5km hoch und 6,5km wieder runter: simple und anstrengend.

 Auf der Platte wurde ich aber mit einem tollen Blick belohnt.

 

Nach dem Frühstück ging es dann auch wieder mit dem Auto zurück ins Lipperland.

Jetzt werde ich hier noch unbekannte Wege laufenderweise entdecken und weiter fleißig meine Kilometer sammeln.

 

Wenn ihr euch vor eurem nächsten Lauf denkt: "Ich habe eigentlich keine Lust...", dann lauft doch einfach mal eine andere Strecke ;)! Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wo IHR am liebsten lauft.

 

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