Queens City XC Invitational: Off to a Good Start

College Running ist wirklich eine Sache für sich: fast 2 Tage on tour, davon knapp 16h im Van, eine Nacht im Hotel und ganze (SPOILER) 18:26min auf dem Racecourse. Wow. Das sind ganze 0,75%. Das nenne ich mal hochgradig effizientes Arbeiten.

 

 

Naja, ich bin ja selber schuld, wenn ich schnell laufe statt die Strecke zu genießen. Aber wir sind hier ja bei schließlich nicht beim „Ich-laufe-weil-ich-die-Natur-genieße“ Laufen (ich vermisse die schönen Trails von zuhause wirklich), sondern beim wettkampforientierten, ernsten College Division I Running.

 

Das Anreiseprozedere dürfte euch als meinen treuen Bloglesern bekannt vorkommen.

 

Genau die gleiche Tour haben wir im Frühjahr gemacht, als wir beim Track Invite UNC in Charlotte gestartet sind. Einen Bericht dazu gibt es hier: https://www.blog-runyourlife.net/2019/03/30/unc-charlotte-florida-relays-von-pleiten-pech-und-pannen/

 

 

Donnerstagmittag ging es von Deland  mit dem Van nach Blythewood, South Carolina. Nur das Mädels Team war unterwegs, da die Jungs nächstes Wochenende nach Louisville fliegen. Kein Kommentar an dieser Stelle.

 

 

Fliegen ist definitiv bequemer als fahren in einem Van…einem viel zu kleinen Van. Wenigstens habe ich nun als Junior gewisse Revieransprüche und konnte mir den Rücksitz sichern :D Nach knapp 3h Fahrt kamen wir leider noch nicht an, aber mussten tanken. Ich sage es euch. Van fahren ist ja unbequem, aber Van fahren, hydriert bleiben und Coach als Fahrer zu haben, der nur anhält, wenn der Tank leer ist, ist Folter. Jede Abfahrt, die wir rechts liegen gelassen haben, hat mich mental tougher gemacht :D Nach weiteren 3h waren wir dann aber tatsächlich im Hotel. Ich konnte noch etwas Yoga machen, bevor es dann zum Abendessen ging. Auch an dieser Stelle kein Kommentar meinerseits :D Wir waren dort letzte Jahr essen und ich hätte nicht gedacht, dass es uns da  noch einmal hin verschlägt. Aber Geschmäcker sind ja verschieden. Respekt an die, die am Vorabend eine Lasagne essen können. Mein Magen würde sich während des Rennens definitiv rächen.

 

 

Vor dem Schlafengehen gab es dann noch einmal eine Runde Reboots (Blogeintrag folgt!).

 

Am nächsten Morgen machte ich mein normales Prerace Programm für Abendrennen:

 

Stretching, 20min Radeln, ein paar Mobility Übungen und Stretching.

 

Nach dem Frühstück, was ich mir auch am Vortrag vorbereitet hatte, da amerikanisches Hotelfrühstück einfach so gar nicht europäisch ist, ging es erst um 11:30Uhr wieder in den Van.

 

Lunchstop bei Panera Bread und schon  waren wir um 14Uhr an der Racelocation:

 

Dem McAlpine Creek Park in Charlotte.

Hört sich irgendwie cooler an, als es dann in Wahrheit ist :D

 

 

 

 

 

Das Wetter war wärmer als gedacht, aber lange nicht so schwül wie wir es aus Florida gewöhnt sind. Am Ende vergeht die Zeit bis zum Rennen doch immer schnell und schwups die wups standen über 300 Mädels an der Startlinie. Jedes der 39 Teams hatte eine Startbox zugewiesen bekommen. Mit Box Nr.5 hatten wir wirklich verdammt Glück, denn das Rennen startete auf einer Geraden auf dem Gras(hinte der organgenen Absperrung), aber alle Teams mussten nach einiger Zeit links auf den Schotterweg, der der eigentliche Racecourse war, biegen. Unsere Box war quasi direkt daneben. Einige Mädels hatten definitiv ein paar Meter mehr zu laufen.

 

Mein Ziel für das Rennen war einfach ein gutes Gefühl. Ich wollte alles geben, was ich hatte. Da ich mit dem Trainingsrückstand und nur vier schnelleren Läufen (davon ein 5km und ein 6km Tempolauf, ein gesteigerter Longrun, und ein Intervallworkout) nicht wirklich wusste, was das heißt, habe ich mir kein zeitbasiertes Ziel gesetzt.

 

 

 

 

 

Trotz des ein oder anderen Gerangels, was bei so vielen Mädels einfach nicht ausbleibt, kam ich gut ins Rennen und konnte mich im Laufe der ersten von zwei 2,5km Runden weiter nach vorne arbeiten. Ich sah sogar die Führende und das Führungsfahrrad.

 

 

Ich fühlte mich echt gut und spielte sogar mit dem Gedanken, dass ich in die Top 3 Laufen könnte. Naaaa….nicht ganz, Meggie :D Bis km 4 arbeitete ich mich auf Platz 4 vor. Auf meine Uhr habe ich vielleicht zwei Mal geschaut.  Der Kurs war aber verdammt schnell. Keine nennenswerten Kurven und bis auf den Start, Schotter statt der für Cross Wettkämpfe übliche Rasen. Jedenfalls fand ich nicht das, was es gebraucht hätte, um meine Position über den letzten Kilometer zu bringen und finishte letztendlich auf Rang 9. Immerhin gab es dafür das Top 10 Finisher Shirt. Endlich mal wieder was Neues zum Anziehen. Spaß :D Aber ich muss zugeben, ich habe hier meistens irgendwelche Finisher oder geschenkte Uni-Shirts an, weil die einfach am bequemsten sind…und es hier auch einfach keinen interessiert, was du an hast. Glaube ich zumindest. Du wirst eher schräg angeschaut, wenn du ein Kleidchen oder andere als allgemein  „schick“ kategorisierte Kleidung trägst.

 

Wie auch immer…ich schweife ab.

 

Mit dem Team haben wir den 11. Platz belegt. Yeah.

 

Glückwunsch an alle Teammitglieder, die eine neue PR (wie man hier sagt) oder PB (wie man zuhause sagen würde) gelaufen sind.

 

Und pssst…ich habe gehört, dass der Stetson 5km Schulrekord um eine Sekunde verbessert wurde.

https://gohatters.com/news/2019/9/27/cross-country-meggie-schneider-breaks-school-5k-record.aspx

 

Einige Eltern waren auch zum Anfeuern gekommen (was für einige eine Anfahrtszeit von 13 Stunden bedeutete!!!) und hatten uns nachher ein Obst Buffett aufgebaut. Vielen Dank dafür!

 

 

 

Nach der kleinen Stärkung ging es also wieder in den Van und dieses Mal ohne Zwischenstopp (außer zum Tanken und Essen) direkt nach Deland. Um 2Uhr morgens konnte ich es kaum erwarten endlich aus dem Van, der anscheinend über keinerlei Stoßdämpfung verfügt, zu steigen.

 

Schon während der Rückfahrt bekam ich viele liebe Nachrichten und Glückwünsche über Instagram und Facebook. Ich freue mich sehr über jede Nachricht und jeden Kommentar. Mir ist gar nicht bewusst, dass doch so viele Leute, an mich denken und das motiviert mich ungemein. Erfolg ist so viel schöner, wenn man ihn teilen kann.

 

Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, fand ich das in meinem Zimmer vor.

Chris, du bist der Beste!!!

 

 

Nächstes Rennen: Florida State Invitational am 11. Oktober.

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