FSU Invite: Way to Go

Diese Woche war es wieder so weit: Raceweek. 5km beim FSU (Florida State University) Invite in Tallahasse am Freitagmorgen.

5km als Chance um zu zeigen, wie fit man ist, wie gut man trainiert hat, und letztendlich, wie sehr man es wirklich will.

Alles Dinge, an denen ich während der letzten Woche zweifelte.

War ich fit? Fraglich. Seit des Wettkampfes in Charlotte fielen mir alle Läufe schwer. Zu Beginn der Woche wurde ich dann krank und musste Montag/ Dienstag pausieren. Ein miserables Workout am Mittwoch ließ mich zweifeln, wie ich einen 5km Wettkampf überstehen sollte.

Habe ich gut trainiert? Eine Frage der Definition. Quantitativ sicher nicht. Meine Wochenkilometer sind ein Witz...seit meiner 6 wöchigen Laufpause laufe ich "nur" 5 Tage pro Woche, aber versuche deshalb noch mehr auf die "kleinen Dinge" (Dehnen, Ernährung, Athletiktrainining, Regeneration) zu achten.

Getreu dem Motto: Besser untertrainiert als übertrainiert.

Wie sehr will ich es? Das werde ich wohl während des Wettkampfes herausfinden...

 

 

Donnerstag ging es um 10 Uhr mit den Vans nach Tallahassee. Alle 8 Mädels waren mit dabei (ja, wer fleißig mitgerechnet hat, merkt, dass 4 Mädels das Team verlassen haben). Zwei Klausuren mussten leider ohne mich stattfinden (Physik habe ich am Tag zuvor geschrieben und Anatomie werde ich am Montag nachholen), aber Sport geht eben vor :D So oder so ähnlich zumindest.

Nach gut vier Stunden Fahrt zur Landeshauptstadt bogen wir auf die Auffahrt zu dem mir nun schon bekannten Apalachee Regional Park ein (nachdem unser Assistantcoach zuvor die falsche Abbiegung genommen hatte :D Aber kann ja schon mal passieren).

Wir liefen uns auf dem Kurs die Beine für das morgige Rennen locker und ich lief gleichzeitig auch ein wenig meinen Sorgen und Zweifeln, die während der Fahrt überwältigend geworden waren, davon.

Der Kurs war mir mehr oder weniger bekannt, da ich dort im Jahr zuvor über die 6km bei den Regionals gestartet war.

 

Danach ging es ins Hotel. Duschen, Relaxen und natürlich Rebooting waren angesagt, bevor wir das Essen direkt ins Hotel geliefert bekamen...Schlafanzug war also ab als 16Uhr Dresscode angesagt.

 

Es ging dann auch zeitig ins Bett, da unser Startschuss pünktlich um 8:20Uhr am nächsten Morgen fallen sollte.

 

Mit dem seichten Gedudel meines Handys um 5 Uhr, begann der RACEday. Mir war vor lauter Nervositöt übel. Ich konnte kaum klar denken. So nervös war ich schon lange nicht mehr. Trotzdem aß ich pflichtbewusst meine Banane und Haferflocken und machte meine Mobility/Dehnübungen.

Um 6:30Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Ort des Geschehens. Angekommen blieb uns gar nicht mehr viel Zeit, bis es zum Aufwärmen ging.

Es war angenehm kühl, aber nicht kalt: perfekte Bedingungen. Die Stimme in meinem Kopf, die mir einredete, dass das alles nichts wird, beruhigte diese Tatsache allerdings kein wenig. Ich versuchte sie zu ignorieren.

 

Wie schon letzte Woche entschied ich mich bei diesem Rennen gegen meine Spikes und für meine Straßenwettkampfschuhe (wieso gibt es die Asics Gel DS Racer nicht mehr zu kaufen?!). Die Strecke bestand aus zwei Runden (einer größeren und einer Kleineren). Der erste Kilometer ging fast nur bergab über ein großes Grasfeld, während der Weg zurück über sehr festen Schotter etwas bergig verlief.

 

Briefing des Coaches: "Kümmert euch nicht um die Zeit, sondern fordert die anderen. Die Zeit kommt von alleine."

Um eine Zeit machte ich mir keine Gedanken. Ich wollte ehrlich gesagt nur halbwegs vernünftig ins Ziel kommen.

Mein ganzer Körper zitterte vor Aufregung.

Mein Coach befahl mir, mich endlich mal hinzusetzen,  nachdem ich die ganze Zeit nervös herum tigerte.

Briefing des Assistantcoaches: "Das Rennen geht schnell los. Aber verschwendet nicht eure Energie direkt am Anfang. Es ist genug Zeit, Plätze gut zu machen."

Gesagt getan. Als um 8:20Uhr der Startschuss fiel, lief ich verhalten los. Ich wollte am Ende des Rennens nicht elendig eingehen und vertraute meinem Körper nicht wirklich. Ich war überrascht, dass ich relativ ruhig blieb, obwohl sogar einige Teammitglieder schneller starteten.

Nach 300m schrie unser Assistantcoach mir zu: Meggie!!! Positionier dich besser!

Ich war kurz davor zurück zu rufen: Ähmm...du hast gesagt, wir sollen verhalten angehen?

 

Ich machte während des Rennens Platz um Platz gut.

Und fühlte mich zu keinem Zeitpunkt, alsob ich mich einfach an den Streckenrand legen wollte. Zum Glück.

Ehrlich gesagt, ging dieses Rennen viel schneller vorbei als das Rennen in Charlotte vor 2 Wochen. Dieses fiel mir um einiges schwerer.

Ich verpasste, obwohl der Kurs schwerer war, den Schulrekord nur um 3 sec und kam in einer Zeit von 18:29.5sec als 28. von über 220 Mädels (auch wenn das auf dem Bild nicht so aussehen mag :D) ins Ziel.

 

Ich war verdammt erleichtert.

Noch vor einem Tag konnte ich mir nicht vorstellen einen 5km Lauf zu finishen und dann bin ich doch eine gute Zeit gelaufen. Dieses Rennen zeigt mir, dass eine Zeit von 18:30min sogar ohne perfekte Vorbereitung für mich drin sind und das ist eine sehr wertvolle Erfahrung.

 

Danke an Alexas Papa für das tolle Streckenbild!!!

 

Als Team erreichten wir den 9. Platz. Einige Mädels liefen eine neue persönliche Bestzeit. Glückwunsch dazu!

 

Nach dem Rennen gab es dank der vielen angereisten Eltern ein tolles Buffett.

Vielen Dank für all die Anfeuerungsrufe und natürlich das Essen! :)

 

Bevor wir die vier stündige Rückfahrt antraten, ging es noch schnell zurück ins Hotel zum Duschen.

Die Rückfahrt lief problemlos und wir waren um 15:30Uhr wieder zurück auf dem Campus.

Profimäßig wurde ich von meinem persönlichen Manager Chris :D abgeholt, konnte eine Ladung Wäsche anschmeißen und noch ein lockeres Ründchen im Pool drehen.

 

In 3 Wochen steht das wichtigste Rennen der Saison, die Conference an.

3 Wochen um noch fitter zu werden, gut zu trainieren und mentale Stärke zu sammeln.

Um dann die 5km als Chance zu nutzen, eine neue Bestzeit zu laufen.

 

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