Verletzungsupdate: Schlimmer als gedacht

Ja, ich lebe noch. Mehr oder weniger. Jedes Jahr beginnt man ja irgendwie damit, sich selbst zu sagen, dass dieses Jahr mein Jahr wird.

 

Nun ja. 2020 kann für mich ab jetzt eigentlich nur besser werden.

 

 

 

Kurzer Rückblick: Ich kann mich an mein allerletztes Workout auf der Bahn noch gut erinnern. Es war nach dem Conference Rennen. Zwei Tage nach einem längeren Lauf, bei dem ich mich schon nicht wirklich super fühlte. Während des Aufwärmens schmerzte meine Hüfte etwas, aber ich machte trotz allem das Aufwärmprogramm mit, ohne was zu sagen. 6x1000m standen auf dem Plan. Ich habe 1x 1000m geschafft. Die letzten 200m waren Hölle. Es fühlte sich wirklich an, als würde mein Körper in zwei Teile brechen.

 

Und was lerne ich daraus? Vertraue immer deinem Gefühl. Aber dazu später mehr.

 

Ich sagte meinem Coach, dass ich Schmerzen habe und wurde mit Ignoranz bestraft. Ich stand also da, versuchte nicht zu weinen und schaute meiner Teamkollegin beim Laufen zu. Ich fragte Coach, ob er mich mit zum Campus nehmen kann und wurde gefragt, wieso ich denn nicht laufen könne. Selbst auf dem Weg zum Auto konnte ich nicht Schritt halten. AM liebsten hätte ich mich einfach nur irgendwo auf den Boden gelegt vor Schmerzen.

 

Weder unser Athletiktrainer noch der Arzt wussten, was los war. So wurde ich 11 Wochen lang mit der Diagnose Schleimbeutelentzündung/Muskelansatzentzündung hingehalten.

 

Ich versuchte nach 9 Wochen wieder zu laufen, da ich mittlerweile schmerzfrei schwimmen und Rad fahren konnte, aber nach einer Minute „Laufen“ bekam ich wieder Schmerzen.

 

 

 

Schließlich hatte ich am Dienstagabend einen MRT Termin. Am nächsten Tag bekam ich dann die Diagnose: Ermüdungsbruch im pubic ramus. Nur 1% aller Ermüdungsbrüche treten dort auf. Wow. Was ganz Besonderes also.

 

 

Überraschenderweise war ich nicht einmal wirklich überrascht. Ich wusste, dass irgendwas falsch war.

 


Das heißt jetzt konkret:

 

Kein Radfahren. Kein Crosstrainer. Kein Beinschlag beim Schwimmen. Und, selbstverständlich kein Laufen.

Für unbestimmte Zeit.

Kurz: Alles das, was ich gerne mache, was den Großteil meines Tagesablaufes bestimmt und mich bei Verstand hält, darf ich momentan nicht machen.

 

Was das wird? Wir werden sehen...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0